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Die meisten Menschen leben im „Dark-Age“. So nennen bekennende Lego-Fans jenen düsteren Lebensabschnitt, in dem sie ohne die bunten Kunststoffsteine auskommen müssen. In aller Regel beginnt die freudlose Lebensphase mit dem Einsetzen der Jugend. Spätestens jedoch im Erwachsenenalter. Nicht so bei Orion Pax, dem inzwischen wohl berühmtesten Vertreter professioneller Lego-Spielerei. Mit 20 Jahren, also in einem Alter, in dem andere Menschen ihre berufliche Laufbahn beginnen, findet er eine Kiste voll bunter Legosteine. Und beginnt zu bauen. Oft monatelang. Immer wieder geht er an neue Projekte heran, baut, zerlegt, beginnt von vorn, verbessert, ändert: Orion Pax verfeinert seine Technik. Immer wieder muss er neue Steine besorgen, hat Beschaffungsprobleme. Vor allem von befreundeten Graffitisprayern, die seine seltsame Entwicklung sehen, bekommt er günstig Material. Ästhetisch ist er ohnehin von dieser Szene beeinflusst. Jahre vergehen. Bis er 2007 beginnt, seine Arbeiten im Internet zu zeigen. Schnell wird klar: Seine Passion hat Weltformat. Einladungen nach Japan und in die USA schlägt er noch aus, wohl aber lässt er sich von Lego selbst einladen. Dort staunen die Profis. Er löst Aufgaben in Stunden, für die andere Tage brauchen. Er ist schnell wie kein Zweiter, seine gedankliche Logik kennt offenbar nur Lego. Die Festanstellung lässt nicht lange auf sich warten. Von Zuhause aus arbeitet er an Konzepten für die Zukunft, bestimmt die Produktpalette 2012 bis 2015 mit. Ausstellungen in Paris und Berlin folgen. Als Erster beginnt er mit Lego so zu bauen, wie andere mit Farbe sprayen.